HOLZ UND FEUCHTIGKEIT

Beim Fällen eines Baumstammes sind alle Zellen und Zellwände des Holzes voller Wasser. Nach dem Fällen beginnt das Holz Feuchtigkeit zu verlieren, es trocknet aus ohne seine Größe zu verändern.

Dieser Verlust setzt sich fort bis zu einem durchschnittlichen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 30% seines Gewichtes.

Dieser Grenzwert kann je nach Temperatur und Holzart variieren, zum Beispiel:

NADELBAUM

  • Konifere 32%
  • Weißtanne 32%
  • Fichte 32%
  • Lärche 28%
  • Kiefer 28%

LAUBBAUM

  • Ahorn 33%
  • Kirsche 25%
  • Buche 32%
  • Esche 23%
  • Nussbaum 25%
  • Pappel 32%
  • Eiche 23%
  • Linde 35%

Unter diesem Feuchtigkeitswert % wird das Wasser mit Zwangstrocknungsverfahren in speziellen Öfen entnommen.

Die Entnahme dieser zweiten Art von Feuchtigkeit erzeugt einen Unterdruck, der zu Schrumpfung und Verformung des Holzes führt.

Alle diese Bewegungen finden nicht nur in eine Richtung statt. Mit anderen Worten, wenn das Holz Feuchtigkeit verliert schrumpft es, wenn es sie wieder gewinnt, weitet es sich erneut so weit wie möglich, wie in der Tabelle angegeben.

Da das Rohholz im Allgemeinen vermarktet wird nachdem es mit Werten zwischen 10% und 20% Holzfeuchtigkeit gealtert ist, wird klar, dass an diesem Punkt die Verformungen bereits stattfinden.

Diese Grenze liegt immer noch weit über dem Gleichgewicht mit normaler Feuchtigkeit im Inneren eines Hauses. Beispielsweise in einer Umgebung von 20°C mit Feuchtigkeit von 50-60% (optimale Umgebung für Menschen) passt sich das Holz auf eine Feuchtigkeit von 10-13% an.

Jedoch, wenn bei gleicher Temperatur die Luftfeuchtigkeit zum Beispiel bis auf 80-85% steigt, kann nach einiger Zeit auch eine Erhöhung der Holzfeuchtigkeit von 6-7% auftreten. Umgekehrt, wenn die Luftfeuchtigkeit zum Beispiel bis auf 30-35% fällt, passt sich das Holz schrittweise an, bis zu Werten von ungefähr 5-7% (5-7% Gewicht der Feuchtigkeit im Vergleich zu dem Gewicht der vollkommen trockenen Holzmasse).

WICHTIG!

Diese Phänomene wirken sich nicht stark auf die Tatsache aus, dass die Oberflächen lackiert werden: Die Feuchtigkeit wird durch die Mikroporen ausgestoßen oder absorbiert, die weiterhin bestehen bleiben.

Die daraus resultierenden Folgen für die Verarbeitung sind einfach zu verstehen. Wenn Sie ein Produkt wünschen, dass seine Formbeständigkeit im Laufe der Zeit beibehält, ist es wichtig, sicherzustellen, dass die Umgebung, in der das Produkt sich befindet, zumindest eine konstante Feuchtigkeit hat.

Noch besser wäre es, wenn außer der Feuchtigkeit auch die Temperatur konstant bleibt: Somit wird die Bildung von gefährlicher Kondensation vermieden.